Tecklenburg. Vom 18. bis 20. Juli 2025 verbrachten 29 Singles zum vierten Mal ein gemeinsames Wochenende in der Jugendherberge Tecklenburg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten aus unserer Gebietskirche und benachbarter Gebietskirchen an. Der Start ins Wochenende begann am Freitagnachmittag mit einer kleinen Stadtführung. Ein besonderes Highlight folgte am Abend: der Besuch des Musicals „Priscilla – Königin der Wüste“ auf der Freilichtbühne Tecklenburg. Am Sonntagmorgen nahmen die Teilnehmenden am Gottesdienst in Lengerich teil – ein Wochenende voller Eindrücke, Begegnungen und Inspiration.
Ankommen in Tecklenburg – gemeinsamer Rundgang
Die Anreise war ab 14 Uhr möglich. Nach dem Einchecken und dem Beziehen der Zimmer fanden sich die Teilnehmenden zu einem ersten Kennenlernen bei Kaffee und Gesprächen zusammen. Angelika Thierfeld, die Organisatorin des Wochenendes, stellte den weiteren Ablauf vor.
Am Nachmittag führte Matthias aus der Gemeinde Lengerich durch die Altstadt. In den Vorjahren hatte er bereits interessante historische Orte vorgestellt.
Diesmal ging es unter anderem zum Burgtor und zum ältesten Haus der Stadt. In der Brochterbecker Straße fand der Blumenreichtum gut gepflegter Gärten besonderen Anklang. Gleichzeitig wurde ein Stück Gegenwartsgeschichte sichtbar: Beim Blick in die Ferne war der Schornstein des stillgelegten Ibbenbürener Steinkohlekraftwerks zu sehen, dessen übrige Teile in diesem Jahr bereits abgerissen wurden.
Musik ist Trumpf: Priscilla – Königin der Wüste
Am Freitagabend besuchte die gesamte Gruppe das Musical „Priscilla“ auf der nahegelegenen Freilichtbühne Tecklenburg. Die Geschichte handelt von drei Travestiekünstlern, die in einem alten Bus – „Priscilla“ – durch das australische Outback reisen. Dabei begegnen sie nicht nur verschiedenem Publikum, sondern auch sich selbst.
Das Jukebox-Musical mit bekannten Songs wie „Go West“, „It’s Raining Men“ und „I Will Survive“ war eine Mischung aus humorvoller Unterhaltung und nachdenklicher Tiefe. Bei angenehmen Temperaturen und freiem Himmel wurde der Musicalabend zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Haus Marck – ein Wasserschloss mit Charakter
Der Samstag führte die Gruppe zum Haus Marck, einem historischen Wasserschloss in idyllischer Umgebung südlich von Tecklenburg. Bereits im 14. Jahrhundert erwähnt, ist es heute im Besitz der Familie Freiherr von Diepenbroick-Grüter. Das Schloss wird für Hochzeiten, kulturelle Veranstaltungen und als Ferienunterkunft genutzt – ein Ort voller Geschichte und Atmosphäre.
Mystische Natur und Geschichte erleben
Im Anschluss lud Matthias zu einer weiteren Führung ein: an historischen Stätten wie der Stadtkirche, dem Marktplatz und der Burgruine ließ er 900 Jahre Tecklenburger Geschichte lebendig werden. Zum Schluss ging es zur sagenumwobenen Hexenküche, einer Felsformation, an der sich – der Legende nach – noch heute die Spuren des Teufels finden lassen. Da seit Mitte des 16. Jahrhunderts in Tecklenburg keine Hexen mehr verfolgt werden, wagten Teilnehmerinnen mit schaurigem Lachen ein Tänzchen auf dem Hexentanzplatz.
Einstimmung auf den Gottesdienst
Am Samstagnachmittag probten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit Matthias Lieder für den Sonntagsgottesdienst. Ziel war es, den Gemeindechor in Lengerich musikalisch zu unterstützen. Ein gemeinsamer Spieleabend rundete den Tag ab. Viele nutzten zudem die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zum Austausch über Glauben, Leben und Erfahrungen.
Gottesdienst in der Gemeinde Lengerich
Am Sonntagmorgen wurde die Gruppe herzlich in der Gemeinde Lengerich empfangen. Dank regelmäßiger Besuche in den letzten Jahren war man dort längst keine Fremde mehr. Der Gemeindevorsteher, Priester Detlev Schulz, leitete den Gottesdienst, der unter dem Thema „Frieden in der Gemeinde“ stand. In seiner Predigt nahm er auch Bezug zur Lebenssituation von Singles und sprach Mut, Vertrauen und Hoffnung zu.
Die Sängerinnen und Sänger aus dem Singles-Kreis unterstützten den Gemeindechor musikalisch, was von der Gemeinde mit großer Freude aufgenommen wurde. Im Anschluss lud die Gemeinde noch zu einer Tasse Kaffee ein – ein Zeichen der herzlichen Verbundenheit.
Gemeinschaft, die trägt
Immer wieder wurde an diesem Wochenende spürbar, was uns als neuapostolische Christen verbindet: ein Glaube – eine Hoffnung – ein Ziel.
Diese Gemeinschaft ist nicht nur tröstlich, sie ist stärkend – für den Alltag, für den Glauben, für das Miteinander.
Mit vielen Eindrücken, bereichernden Gesprächen und einem kleinen Hauch Wehmut im Gepäck traten die Teilnehmenden am Sonntagnachmittag die Heimreise an.
Vorfreude auf das Wiedersehen
Das nächste Wiedersehen lässt nicht lange auf sich warten: Sommergrillen in Herten am 10. August 2025 ab 13 Uhr.
Jugendherberge Tecklenburg
25. Juli 2025
Text:
Matthias Poggemüller,
Redaktion
Fotos:
Bilderarchiv NAK-Singles Westdeutschland
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